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Die durch Viren verursachte Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) kommt vor allem bei Kindern vor. Jedoch können sich aber auch Erwachsene anstecken und den Erreger übertragen. Die Viruserkrankung ist auch unter dem Namen falsche Maul- und Klauenseuche bekannt. Wer infiziert ist oder eine/n Infizierte/n im Haus hat, sollte daher wissen, wie sich die HFMK verbreitet und wie man sich schützen kann.
Dieser Artikel erläutert das Krankheitsbild und die Symptome bei Kindern, Babys sowie Erwachsenen und schildert, wie die Krankheit im Anfangsstadium aussieht, wie lange sie ansteckend ist und welche Behandlungsmethoden es gibt.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
- Ansteckung und Übertragung
- Anfangsstadium und Krankheitsausbruch
- Krankheitsverlauf und Komplikationen
- Symptome
- Was sollten HFM-Erkrankte beachten?
- Behandlungsmethoden und Vorbeugung
- Wer ist besonders von Hand-Fuß-Mund betroffen?
- Wie unterscheidet sich HFM bei Kindern, Babys und Erwachsenen?
- Stellenangebote finden
Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine ansteckende Virusinfektion. Konkret handelt es sich dabei um Enteroviren und den Coxsackie-Virus der Gruppe A, die zur Erkrankung führen können. Hand-Fuß-Mund betrifft vor allem jüngere Kinder und hat ihren Namen aufgrund der Symptome. Denn charakteristisch ist dabei Ausschlag an Händen, Fußsohlen und im Mund. Betroffen sein können aber auch Gesäß, Genitalbereich, Knie oder Ellbogen. Wer an der Viruserkrankung erkrankt ist, hat meist auch Fieber. Alle Symptome klingen jedoch in der Regel von allein innerhalb einer Woche wieder ab.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit – Ansteckung und Übertragung
Es gibt insgesamt drei verschiedene Ansteckungswege beziehungsweise Übertragungsmöglichkeiten der Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Erstens von Mensch zu Mensch, zweitens über Aerosole (Tröpfchen) und drittens über verunreinigte Gegenstände. Wie erfolgt die Übertragung dabei genau?
- Option eins: Die Erreger werden von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, besonders die Flüssigkeit aus den Bläschen des Ausschlags. Ebenso können die Erreger über den Stuhl Erkrankter – z. B. beim Windelwechseln – übertragen werden.
- Option zwei: Beim Husten oder Niesen gelangen kleinste virushaltige Tröpfchen in die Luft und können von anderen Menschen aufgenommen werden.
- Option drei: Die Erreger können über gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden, z. B. Handgriffe, Tischoberflächen oder Computertastaturen.
Hand-Fuß-Mund – Anfangsstadium und Krankheitsausbruch
Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Hand-Fuß-Mund-Krankheit liegen überwiegend drei bis zehn Tage. Sie zeigt sich durch einen bläschenartigen Hautausschlag. Wie bereits erwähnt, ist die Flüssigkeit in diesen Bläschen hoch ansteckend. Daher ist das Risiko für eine Übertragung der und Ansteckung mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit gerade während dieses Anfangsstadiums sehr hoch. Das Risiko für eine Verbreitung der Krankheit sinkt, wenn die Bläschen nach und nach austrocknen.
Hand-Fuß-Mund – Krankheitsverlauf und Komplikationen
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verläuft normalerweise mild, mit erträglichen Symptomen. Fast alle Betroffenen werden – auch ohne ärztliche Behandlung – innerhalb von fünf bis sieben Tagen wieder gesund. Komplikationen wie Hirnhautentzündung, Lähmungserscheinungen oder Schäden wie eine Entzündung des Gehirns treten sehr selten auf.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit – Symptome
Mehr als 70 Prozent der Menschen, die sich mit dem Hand-Fuß-Mund-Virus angesteckt haben, zeigen keine Krankheitszeichen. Die ersten Symptome sind aber üblicherweise Fieber, verminderter Appetit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage nach Einsetzen des Fiebers zeigen sich kleine rote Flecken an der Mundschleimhaut, insbesondere an Zunge und Zahnfleisch. Im Verlauf der Erkrankung entwickeln sich daraus schmerzhafte Bläschen. Nochmals ein bis zwei Tage später treten weitere rote Flecken vor allem an Handflächen und Füßen auf. Auch Gesäß, Genitalbereich, Knie und Ellenbogen können betroffen sein. Im Regelfall juckt der Ausschlag nicht, allerdings ist das jedoch nicht ausgeschlossen.
Was sollten HFM-Erkrankte beachten?
Erkrankte mit Hand-Fuß-Mund sollten auf gute Hygiene achten und Abstand zu anderen halten. Um einer Ansteckung vorzubeugen, empfiehlt es sich daher laut der Website vom Robert-Koch-Institut (RKI), regelmäßig die Hände zu waschen sowie gemeinsame Gebrauchsgegenstände, wie beispielsweise die Toilette, zu reinigen. Während der Akutphase, also der Zeit, in der die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hoch ansteckend ist, sollte man zuhause bleiben. Gemeinschaftseinrichtungen wie den Arbeitsplatz, Lebensmittelläden, Kindergärten und Schulen zu besuchen gilt es zu vermeiden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Wenn die Bläschen eingetrocknet sind, kann man wieder unter Menschen gehen. Denn dann ist eine Übertragung des Hand-Fuß-Mund-Virus wieder nahezu ausgeschlossen.
Hand-Fuß-Mund – Behandlungsmethoden und Vorbeugung
Am besten beugt man der Hand-Fuß-Mund-Krankheit durch Hygienemaßnahmen vor. Wer sich regelmäßig die Hände wäscht – besonders nach Windelwechsel oder Toilettengang – sowie Gegenstände wie Spielzeug, Türgriffe usw. desinfiziert, beugt einer Ansteckung vor. Engen Kontakt mit Erkrankten sollte man vermeiden und keine gemeinsamen Essbestecke oder Trinkgefäße benutzen.
Eine Therapie gibt es nicht, nur die Symptome können gemildert werden. Am effektivsten sind fiebersenkende Mittel, Mundspülungen und Körperlotionen, die Juckreiz lindern. Ansonsten hilft nur Bettruhe und Geduld.
Wer ist besonders von Hand-Fuß-Mund betroffen?
Jede/r kann an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkranken, sie tritt aber gehäuft bei Kindern unter zehn Jahren und vor allem im Spätsommer und im Herbst auf. In dieser Jahreszeit haben die auslösenden Erreger naturgemäß Hochsaison. Erwachsene mit Kontakt zu Kindern sollten aufhorchen, wenn sie im Spätsommer und Herbst HFMK-Symptome bemerken.
Wie unterscheidet sich HFM bei Kindern, Babys und Erwachsenen?
Verlaufsdauer, Symptome und Ansteckungsgefahr sind bei Kindern, Babys und Erwachsenen identisch, daher gilt hier alles zuvor Genannte. Ist man sich unsicher, was es zu tun gilt, insbesondere, wenn Kinder und Babys betroffen sind, stellen Ärzte/-innen eine Diagnose. Apotheker/innen helfen mit einer Beratung für eine zielführende Behandlung des Ausschlags weiter. Denn je nach betroffenem Bereich gibt es andere Linderungsmethoden. Nähere Informationen vermitteln die nachfolgenden Abschnitte.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Kindern
Kinder leiden besonders unter den oralen Symptomen. Die A-Viren und Enteroviren machen sich also vor allem im Mundbereich durch den typischen Ausschlag bemerkbar. Dagegen helfen vor allem abgekühlter Ringelblumen- oder Kamillentee zum Trinken oder Gurgeln effektiv, um die Schmerzen zu lindern. Auch Mundspülungen mit Melisse oder Thymian können Erleichterung verschaffen. Da in der akuten Krankheitsphase der Mund empfindlich und die Entzündung schmerzhaft sein können, sollte man auf heißes, hartes und scharfes Essen verzichten.
Gerade durch die lästigen Beschwerden im Mund müssen Eltern darauf achten, dass ihr Kind ausreichend trinkt und isst. Kühle Getränke lindern den Schmerz und ein Strohhalm hilft nicht nur beim Trinken, sondern macht auch Spaß. Das Essen für das Kind sollte zimmerwarm oder lauwarm sein. Besonders gut eignen sich bei einer Hand-Fuß-Mund-Erkrankung mit einem schmerzhaften Ausschlag im und am Mund flüssige oder weiche Speisen. Das sind beispielsweise:
- Joghurt
- Smoothie
- Pudding
- Gemüsebrei
- Porridge (Haferbrei)
- Milchreis
- Grießbrei
- Erdapfelstampf
- Suppe
Eventueller Juckreiz wird von Kindern eher nicht als schlimm empfunden. Falls Kinder jedoch an den betroffenen Stellen kratzen, sollte man mit entzündungshemmenden Calendula- oder Zinkoxid-Lotionen cremen.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Babys
Wenn Kinder, die noch nicht sprechen können, Krankheiten bekommen, ist es besonders wichtig, zu wissen, wie man ihre Leiden lindern kann. Bei Babys tritt oft hohes Fieber auf. Dieses kann man beispielsweise durch Wadenwickel senken. Falls das nicht hilft, kann der/die Arzt/Ärztin alters- und gewichtsgerecht dosierte Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen verordnen.
Am unangenehmsten sind für Babys die schmerzenden Geschwüre im Mundbereich. Einfache Mittel können hier Abhilfe schaffen, beispielsweise beruhigen und kühlen Tinkturen, Gele und Salben auf Kamille-Basis den Mundraum.
Eine entzündungshemmende Zinkoxid-Lotion kann juckenden Ausschlag beruhigen, denn sie wirkt kühlend und stärkt die Hautbarriere. Falls das Kind einen starken Juckreiz entwickelt, sollten die Fingernägel kurz geschnitten werden. Baumwollhandschuhe oder Fäustlinge helfen, sich in der Nacht nicht die Bläschen aufzukratzen. Babys sollten darüber hinaus luftig angezogen sein und in nicht überheizten Räumen unter leichter Baumwollbettwäsche oder einem Baumwollschlafsack liegen. Außerdem sollten Babys nicht länger als zehn Minuten gebadet werden, solange die Bläschen nicht verkrustet sind.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen
Erwachsene können bewusster darauf achten, nicht am Ausschlag zu kratzen und konkreter äußern, welche Beschwerden sie haben. Linderung verschaffen die oben genannten Tipps für sie ebenso wie für die Kleinen. Für Erwachsene gilt deshalb wie für Kinder: Zuhause bleiben und warten, bis die Erkrankung und die Wunden durch den Ausschlag abklingen.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Schwangerschaft
Auch während der Schwangerschaft verläuft die Hand-Fuß-Mund-Erkrankung überwiegend mild und Komplikationen treten sehr selten auf. Dies gilt auch für Neugeborene, die durch ihre Mütter angesteckt wurden.
Aber: Wenn eine Schwangere sich um den Geburtstermin herum infiziert, kann sie das Virus an das Baby weitergeben. In sehr seltenen Fällen können bei Neugeborenen Organe wie Leber oder Herz erkranken. Es kann in Einzelfällen auch zu schweren Krankheitsverläufen bis hin zum Tod des Säuglings kommen. Außerdem gibt es gelegentlich komplizierte Verläufe mit einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhaut (Meningitis). Daher sollten sich Eltern von Säuglingen und Schwangere möglichst gut vor einer Infektion schützen, um nicht zu Überträgern zu werden. Bei Unsicherheiten zur Diagnostik helfen Ärztinnen und Ärzte fachkundig weiter.
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Häufige Fragen
- Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
- Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit übertragen?
- Wie sehen die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit aus?
- Was gilt bei einer Infektion mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Schwangerschaft?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine ansteckende Virusinfektion (Enteroviren und Coxsackie-Viren der Gruppe A) und betrifft v.a. jüngere Kinder. Sie verdankt ihren Namen den Symptomen des Ausschlags an Handflächen, Fußsohlen und im Mund. Gesäß, Genitalbereich, Knie oder Ellenbogen können auch betroffen sein. Meist geht die HFMK mit Fieber einher. Alle Symptome klingen i.d.R. von allein innerhalb einer Woche wieder ab.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hat drei Übertragungswege: von Mensch zu Mensch, über Aerosole und über verunreinigte Gegenstände. Auch der Kot von Infizierten ist ansteckend, weshalb man z.B. beim Windelwechseln besonders vorsichtig sein sollte, v.a. bei kleineren Verletzungen an den Händen. Regelmäßiges Händewaschen und gute Allgemeinhygiene sollten bei einem/-r Infizierten im Haus unbedingt beachtet werden.
Mehr als 70 Prozent der Infizierten zeigen keine Krankheitszeichen. Erstsymptome sind aber Fieber, verminderter Appetit und Halsschmerzen, kleine rote Flecken und schmerzhafte Bläschen an der Mundschleimhaut (besonders an Zunge und Zahnfleisch), weitere rote Flecken v.a. an Handflächen und Fußsohlen (daher der Name) sowie evtl. Gesäß, Genitalbereich, Knie und Ellenbogen. Ein Juckreiz geht mit dem Hautausschlag i.d.R. nicht einher, ist aber möglich.
Eine Infektion mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit während einer Schwangerschaft verläuft überwiegend mild und Komplikationen treten sehr selten auf. Dies gilt auch für Neugeborene, die durch ihre Mütter bei der Geburt angesteckt wurden. Infiziert sich eine Schwangere allerdings direkt um den Geburtstermin herum, kann sie das Virus an das Baby weitergeben. In sehr seltenen Fällen können dann bei Neugeborenen Organe wie Leber oder Herz erkranken. Es kann in Einzelfällen auch zu schweren Krankheitsverläufen bis hin zum Tod des Säuglings kommen. Außerdem gibt es gelegentlich komplizierte Verläufe mit einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhaut (Meningitis).